Wie sieht das Konzept der Partei für die Entwicklung der regionalen Landwirtschaft aus?

Es dürfte sich ja herumgesprochen haben, sogar bis jenseits der Kreisgrenzen, dass mit dem Bau der Endelbergtrasse auch drei Landwirte ihre Existenz verlieren oder zumindest große Teile hiervon einbüßen werden. Das ist der Grund, warum auch der kreisbauernverband sich gegen diese Trassenführung ausspricht….

AFD

CDU

FDP

Grüne

Klimaliste

Linke

SPD

Die AFD möchte die Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Baden-Württemberg über die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten weiter auszubauen. Die Bewerbung auf Messen, sonstige Werbekampagnen und auch die Direktvermarktung für heimische Produkte sind ihrer Meinung nach stärker unterstützen. Dazu gehören insbesondere die Erzeugnisse unseres regionalen Weinbaus, die hierbei schon eine herausragende Rolle spielen. Die AfD will regionale Erzeugergemeinschaften zur Stärkung ihrer Marktposition bei der Weiterentwicklung ihrer Erzeugnisse zu höherwertigen Produkten, bei der Vermarktung und beim Einkauf von Betriebsmitteln fördern.

Die rund 40.000 bäuerliche Familienbetriebe im Land leisten eine Menge und verdienen endlich wieder mehr gesellschaftliche Anerkennung. Sie stehen für die CDU deshalb im Fokus der Förderprogramme des Landes.

Die FDP trifft hierzu keine Aussage.

Die Grünen wollen, dass Baden-Württemberg zum Vorreiter bei tiergerechter Landwirtschaft wird. Ihr Motto heißt: Klasse statt Masse! Baden-Württemberg als Genussland steht für gute und gesunde Lebensmittel. Das wollen die Grünen ausbauen. Deswegen stärken sie unsere regionalen Lebensmittelerzeuger*innen.

Die Klimaliste will eine konsequente Förderpolitik zur Umstellung auf nachhaltige und gemeinwohlorientierte Landwirtschaft unter Gewährleistung des Wohlbefindens der landwirtschaftlich gehaltenen Tiere sowie unter enorm verringertem Düngemittel- und Pestizideinsatz. Um die damit verbundenen Belastungen zu reduzieren und mehr Ackerfläche für den regionalen Anbau von pflanzlichen Lebensmitteln zur Verfügung zu stellen, soll der Anteil der für die landwirtschaftliche Tierhaltung und den Futtermittelanbau genutzten Ackerflächen ebenso wie die Anzahl landwirtschaftlich gehaltenen Tiere um mindestens 90 % reduziert werden, z. B. durch reduzierte Nachzucht und den weiter unten einen Ernährungswandel.

Eine nachhaltige Landwirtschaft muss für die Linke vor allem eines gewährleisten: die Menschen mit gesundem, ökologischem und fair produziertem Nahrungsmittel zu versorgen. Regional und ökologisch zu produzieren – das muss den Landwirtinnen und Landwirten aber auch ermöglicht werden, und dafür braucht es eine konkrete Anreizstruktur. Die Linken setzen sich für eine Flächenpolitik ein, bei der den Landwirt*innen nicht der Boden unter dem Traktor entzogen wird. Der permanente ökonomische Druck in der Landwirtschaft drückt zudem die Löhne. Auch Beschäftigte in der Landwirtschaft haben ein Recht auf ein auskömmliches Einkommen. Dafür braucht es faire Preise!

Die SPD will einen neuen Agrarkonsens, der in der Landwirtschaft stabile Einkommen und bessere Arbeits-bedingungen sichert. Einen Agrarkonsens, der die Umwelt schont und den Rückgang von Artenvielfalt und Insekten stoppt. Baden-Württemberg ist geprägt von vielen kleinen und mittleren Höfen und vor allem von vielen Betrieben, die als Nebenerwerb geführt werden. Diese Struktur wollen wir stärken. Die Landwirt*innen und Schäfer*innen müssen für Leistungen, die dem Gemeinwohl dienen, angemessen entlohnt werden. So fördern wir umweltschonendes Wirtschaften, Landschaftspflege, tiergerechte Haltung und Vertragsnaturschutz.

Mehr als „nur eine Wiese“-Landwirte protestieren gegen die Flächenversiegelung und den Verlust ihres Bodens!

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