Warum das Mitleid mit Ofterdingen begrenzt ist…

Viele Befürworter der B27-neu zwischen Bodelshausen und Nehren erhoffen sich – völlig nachvollziehbarerweise! – weniger Stau. Wer tut das nicht? Die neue B27 verspricht, bei der Lösung zu helfen – vor allem den Ofterdingern…

Und deswegen gibt es zwischen den bekannten Aktiven „Autofahrer gegen Radfahrer“ – „Ökos gegen progressive Wirtschaft“ und nicht zuletzt den politisch „Linken und Konservativen“ (auf all das werden Diskussionen ja gern mal reduziert und deswegen ist „der Mensch“ schnell für oder gegen etwas), fortlaufende und oft unsachliche Streitereien.

Ein Argument der Endelberg-Befürworter ist, „da wohnen Menschen… Und die werden täglich vom Verkehr belästigt und beeinträchtigt, da geht’s nicht um virtuelle Nachteile, die man so weit als irgend möglich auszugleichen sucht, sondern um echten Lärm und echte Abgase und echte Gefahren.“ Dazu vielleicht mal vorab: das Inkaufnehmen der Vernichtung bedrohter Arten sehe ich, AK, nicht als „virtuelles Problem“ – aber das nur am Rande.

Die B27 ist ein über die Jahrhunderte gewachsener Verkehrsweg, um den HERUM sich Ofterdingen gebaut hat; wer damals an die Straße zog, hoffte auf Profit, zurecht!

DAS war der Grund für den jetzugen Trassenverlauf und ist auch der grund für den nicht unwesentlichen Wohlstand der gemeinde O. JETZT den Spieß umzudrehen, ist schlicht unfair, denn die NEUE B27 berührt das Leben von Menschen, die sich in der Hoffnung auf Ruhe und möglichst viel Natur einen Platz zum Leben ausgesucht haben – teilweise unwissend ob all dessen, was da kommen solte. Und da meine ich: angesichts der massiven Industrie und Wirtschaft AN der B27 in Ofterdingen bleiben wir doch bitte auch mal in Bezug auf die Menge der betroffenen Bewohner sachlich…

Wollen wir mal den Vergleich zu machen zwischen den tatsächlich in OFTERDINGEN betroffenen dort lebenden Menschen und denen, die durch die neue Trassenführung in BAD SEBA, BÄSTENHARD, NEHREN, OFTERDINGEN (Ehrenberg) und MÖSSINGEN betroffen sein werden. Abgesehen davon finde ich es übrigens echt schäbig, den Friedhof quasi nachträglich an eine Hauptverkehrsader zu setzen. Aber das ist was Persönliches. Vielleicht nur kurz zur Dokumentation, dass die armen Ofterdinger ihr Dorf wohlweislich RUND HERUM um die jetzige B27 gebaut haben, ein kleines Bildle, das mir von Manuel Haus, aktiv im „Netzwerk Streuobst“ zur Verfügung gestellt und dem Tagblatt entnommen und dann etwas durch das Zufügen von Waldstruktur verändert wurde – naja, und etwas naiv habe ich die künftuge B27 eingezeichnet 😉 – es ging ja darum, zu zeigen, dass Ofterdingen wirklich selbst ein Stück weit zur aktuellen Misere beigetragen hat, die nun alle umliegenden Gemeinden ausbaden müssen. Ofterdingen ist deswegen auch gut geeignet um eines zu zeigen (wenn jetzt jemand arguuentiert, das habe man ja NIE wissen können, wie sich der Verkehr in 200 Jahren entwickelt!): STRASSEN ZIEHEN VERKEHR AN. Deswegen wird die B27-neu auch nicht das Allheilmittel sein, sondern so lange, wie es den Individualverkehr gibt, was während der Bauzeit der geplanten Trasse noch der Fall sein, danach aber abnehmen soll – in der Folge auch eben dies tun….

Ach, und – nur, weil ich ein kleiner Advocatus Dioboli bin: Wird denn die B27 dann später in Ofterdingen „geschlossen“ – ansonsten bliebe sie ja weiter bestehen und sicher eine schöne Rennstrecke durch den Ort  (ak)

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