Christdemokratische Wortklauberei auf der Streuobstwiese

Die Mössinger CDU behauptet im dritten Punkt ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt dieser Woche, es sei ein Fakt, dass beim Bau der Endelbergtrasse „vor allem in landwirtschaftliche Flächen, auf denen keine Streuobstbestände stehen“, eingegriffen werde.

Das mag der Fall sein, denn es ist tatsächlich, so das Gutachten, weit schlimmer:

Galanterweise vernachlässigt die Fraktion zudem, dass es nicht allein um den schließlich bebauten Grund geht, sondern auch darum, ob sich in der Nähe eines solchen Bauwerkes/ solcher Bauwerke die entsprechenden Arten noch ansiedeln oder ob nicht einfach billigend in Kauf genommen wird, dass auch die Streuobstabschnitte und die angrenzenden Gütle schlicht veröden, weil niemand sie mehr bewirtschaften möchte. Vom verlorenen Freizeitwert, der Naherholung, die aktuell noch auf dem ganzen Abschnitt Ehrenberg als Spazierweg, Kleingartenland und Erholungsoase möglich ist, ganz zu schweigen – all dies wird zerstört, gleich, auf welchem Bodengrund die Trasse verläuft!

Der Versuch, durch Wortklaubereien den Eindruck in der Öffentlichkeit zu lenken, wirft zumindest bei mir langsam doch ganz persönlich die Frage auf, warum sich die Mössinger CDU als rein kommunale Interessensvertretung innerhalb nur einer einzigen von mehreren betroffenen Kommunen hier so stark engagiert und nachgerade emotional wird…. (ak)

3 Kommentare zu „Christdemokratische Wortklauberei auf der Streuobstwiese

  1. Ja, das ist so !

    Ich finde es gut, daß wir auf der Homepage gut informiert werden.
    Die Frage ist doch, bekommt das die breite Öffentlichkeit mit ???
    Nutzt es was, wenn wir uns hier bejammern?

    Heute geht es in der Südwestpresse weiter mit dem ewig gestrigen Ofterdinger Bürgermeister Reichert.
    Das Auslaufmodell bläst natürlich ins gleiche Horn, wie die Mössinger CDU.

    Ich bin sehr enttäuscht von den arg wenigen Leserbriefen die zu unserem Thema kommen.
    Wenn ein Palmer Freibier ausgiebt ist das leider um ein zigfaches der Bevölkerung wichtiger,
    als wenn man uns um den Endelberg rum unsere Lebensgrundlagen zerstören will.

    Wo sind die jungen Familien, die jungen Menschen, wo steht friday for future in der Angelegenheit???

    Das ganze ist so ein Trauerspiel.

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    1. Lieber Thomas, das Schlimme ist, dass weder die Grünen noch andere, die sich die neusten Öko-Gesetze auf die Fahnen schreiben, eingreifen. UNd dass wir – gerade auch in Nehren – Leute haben, die sagen „Bauen wie geplant!“ – und nach wie vor nciht verstehen, was die Pläne für unsere Lebensgrundlage bedeuten. Und ja – der Artikel zeigt, wo die Prioritäten liegen. Beschämend für alle, de schweigen. Andererseits kann ich Dir so viel mal sagen: Die Klickrate ist hoch – bis zu unterschiedliche 420 Besucher am Tag – , die Menschen laden sich die Widerspruchsvorgänge herunter und sehen die auf der HP veröffentlichten Plansequenzen an. Auch „die Politik“ regt sich langsam. Wir haben noch Zeit – nutzen wir sie!

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  2. Ich werde als Vertreterin des BUND auf FB, im BUND-Newsletter, allg. in der Öffentlichkeit, in Gesprächen mit Politiker*innen und Verwaltungsleuten das Engagement des Bündnisses unterstützen so gut ich (zeitlich und fachlich) kann. Nicht aufgeben!

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