Klima? Mehr als nur Euer Wahlkampfthema!

Oder eben auch nicht – es lohnt sich wirklich, sich die Wahlprogramme mal anzusehen und hinter den Wohlklang der Worte zu hören um die hässlichen Nachklänge anzunehmen. Da ist zum Beispiel die AfD, die sich einmal mehr zum Thema enthält. Aus deren Perspektive: nachvollziehbar. Wo kein Klimawandel, da kein Problem. Nahezu erheiternd wirkt die Position der CDU: Nicht NUR in der Mobilität, sondern AUCH in ALLEN Wirtschaftsbereichen möchte sie Klimafreundlichkeit…. wenn die Wähler wüssten, was das konkret bedeutet, … aber eben jenes bleibt ja ideologisch angetönt auch weiterhin sehr schwammig. Ähnlich die Grünen – da steht, was sie „wollen“… und wo bleibt nun das Tun? Die Klimaliste nun erkennt: wenn wir WIRKLICH im Arten- Umwelt- und Klimaschutz etwas reißen wollen, müssen wir HEUTE beginnen. Nur das „Wie“ bleibt offen (und wir finden: E-Autos im Tunnel, der ressourcenschonend Natur erhält, wäre eine echte Alternative – in unserem Fall 😉 ).

Tatsächlich am aussagekräftigsten zeigt sich in diesem Feld wohl die „Linke“ – die gedanklich neue Arbeitsplätze mit Kohlenstoffsenken antizipiert. Ein wirklich kluger Gedanke – das Beispiel, wie sich das am Endelberg praktizieren ließe, wäre echt spannend. leider hat sich die Linke nicht zurück gemeldet auf unsere konkreten Fragen hin. Schade!

Bei der SPD hingegen wirkt es, als hätte sie die schizophrene Aussagestrategie der eigenen Wahlwerbung noch nicht ganz umrissen: JA! zum Straßenbau – und NEIN! zum Individualverkehr… naja, also da …. fehlen einem die Worte.

Übrigens: alle Aussagen, die wir hier treffen, gründen auf eine recht genaue Analyse der aktuellen Wahlprogramme.

Frage 2 – Ökologie: Wie will die Partei dem Klimawandel begegnen?

AFD

CDU

FDP

Grüne

Klimaliste

Linke

SPD

Die AFD trifft hierzu keine Aussage.

Nicht nur in der Mobilität, sondern in allen Wirtschafts- und Lebensbereichen führt der Weg zu mehr Klimafreundlichkeit nur über konkretes Handeln. Als CDU stehen wir dabei für ganz konkrete und nachhaltige Maßnahmen, die zu spürbaren Verbesserungen führen.

Die FDP folgt der Logik der freien Marktwirtschaft und fordert die „Ausdehnung des Zertifikatehandels“, außerdem solle die positive Klimawirkung synthetischer Kraftstoffe bei den CO2-Flottengrenzwerten berücksichtigt werden.

Die Grünen wollen den Weg hin zu einem klimaneutralen Baden-Württemberg entschlossen weitergehen und Tempo machen: „Wir werden ein Klimaschutz-Sofortprogramm auflegen und die ökologische Verkehrswende weiter konsequent vorantreiben“.

Für die Klimaliste stellt die Klimakrise für die Menschheit und die weltweiten Ökosysteme die größte Bedrohung im 21. Jahrhundert dar. Baden-Württemberg hat eine besondere Verantwortung, da es als wohlhabendes Bundesland Vorbildfunktion hat. Als Region des Globalen Nordens wird Baden-Württemberg zeigen, dass die notwendigen Klimaschutzmaßnahmen möglich und politisch umsetzbar sind. Klimaschutz braucht also neben einem belastbaren ÖPNV auch eine echte Wende im Individualverkehr.

Das Ziel der Linken ist ein klimaneutrales Baden-Württemberg bis 2035. Für die Linken ist selbst bei Klimaneutralität das Ziel noch nicht erreicht. Wir wollen Baden-Württemberg zu einem klimapositiven Land entwickeln. Dazu müssen in großem Maß Kohlenstoffsenken geschaffen werden. Investitionen in diesen Bereich sind eine Chance für gute Arbeitsplätze im Land. Wir brauchen einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz, der vor allem nicht zu Lasten der Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen geht. Die Linke nennt das sozial-ökologische Transformation. Für sie ist klar: Die ökologische und die soziale Frage gehören zusammen und müssen auch zusammen beantwortet werden. Die Linke nennt das Klimagerechtigkeit.

Die Antworten der SPD auf die Fragen der Klimakrise lauten: günstiger, barrierefreier, zuverlässiger und möglichst flächendeckender ÖPNV, der weitere Ausbau erneuerbarer Energien und klimaschonendes, soziales Bauen. Die SPD will die Unternehmen insbesondere bei der Entwicklung zukunftsfähiger, klimafreundlicher Produkte und Prozesse unterstützen – zugunsten der Arbeitnehmer*innen. Rund 30 % der Treibhausgas-Emissionen in Baden-Württemberg verursacht aktuell der Verkehr. Entschiedener Klimaschutz braucht also neben einem belastbaren ÖPNV auch eine echte Wende im Individualverkehr.

Rotmilan überm Endelberg aktuell im Suchflug nach einem Brutplatz für den Brutbeginn im März – bevorzugt: Kulturlandschaft, Streobstgürtel, Auenwälder….

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